Artikel tagged ‘Hertha BSC

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AAAHHHHHHHHHHHH!!!!!

Ver*fieeeeep*te Schhh*fieeeeeeeeeeeeeeeep*!!!!!!!!

Hertha verliert das erste mal zu Hause, und das völlig verdient. Diesmal hab ich mir 92 Minuten Fussball angetan, 92 Minuten in denen Hertha ganze drei mal in Richtung Tor geschossen hat und immerhin, ein Ball musste sogar gehalten werden. Und völlig egal, dass auch diesmal wieder ein reguläres Herthator zurückgepfiffen wurde, denn wenn es nach Torchancen ginge, hätte Duisburg 8:1 gewinnen müssen. Es ist nur der Unfähigkeit der Duisburger vor dem Tor zu verdanken, dass Hertha “nur” zwei Tore gefangen hat!

Das Schlimme ist, das liegt meiner Meinung nach nicht an den Einzelspielern. Alle sagen hinterher, es liege an der Einstellung, aber auch das glaube ich nicht. Da stimmt was nicht mit dem System! Es kann nicht angehen, dass man sich mit solchen Spielern in der ersten Halbzeit nicht eine einzige Torchance herausarbeitet und im gesamten Spiel gerade mal zwei Flanken schlägt! Das Spiel von Hertha ist dermassen ausrechenbar, dass absolut jede Zweitligamannschaft dagegen ein Mittel finden kann und auch wird, sollte sich an dieser Ausrechenbarkeit nichts ändern. Immer nur mit Dribbelkunst durch die Mitte und versuchen irgendwie in der 16er zu kommen, das reicht eben nicht. Ich erkenne keine eingeübten Spielzüge oder irgendwie abgestimmte Laufwege…

Also damit das mit dem Aufstieg auch was wird (und ich glaube da immernoch fest dran), muss die Hertha an ihrem Spiel was ändern, sich nicht nur auf die individuelle Klasse der eigenen Spieler verlassen und in Zufallsaktionen versuchen.  Stattdessen müssen die Spielzüge immer wieder trainiert werden, damit die Vorteile in der Balleroberung, die Hertha zweifelsohne hat, auch in Torchancen umgemünzt werden.

Was ich heute gesehen hab, war nicht erstligareif. Aber noch sind drei Spiele zu absolvieren, bis zur Winterpause. Drei Spiele auf die es ankommen wird…

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Osnabrück – Hertha

So, nu isses wieder soweit. Wahrscheinlich musste nur mal wieder einer auf meiner armen kleinen Fussballseele rumtrampeln, damit ich mich wieder aufraffe, hier was zu schreiben.

Das Spiel, dass ich heute gesehen hab, hat genau das erreicht. 93 Minuten lang hab ich elf kratzenden, spuckenden, Haare ziehen und beissenden Männchen in veillchenlila zugeschaut, die dem geneigten Zuschauer par excellence vorführten, was es denn heisst, unterklassig zu spielen. Dazu kommt die wenigstens genauso zweitklassige Schiedsrichterleistung, deren Krönung dann das Abseitstor der Osnabrücker zum 2:0 darstellte. Da mag sich unser WM-Schiedsrichter Wolfgang Stark gedacht haben, das ist Zweite Liga, da lass ich mal nen bischen mehr laufen. Und wenn ich zu früh Gelbe Karten gebe, dann steht vielleicht in der 60. Minute keiner mehr auf dem Platz. – Ja, ich will das mal so formulieren: Wär das ein Spiel in der Ersten Liga gewesen und hätte Osnabrück dort in einer ähnlichen Manier gespielt und gefoult, dann hätten am Ende höchstens noch acht Feldspieler den Schlusspfiff auf dem Platz erlebt.

Nun ja, Hertha ist jetzt nun mal endgültig in Liga Zwei angekommen. Und da darf man sich über solche Gegner und schlechte Schiedsrichterleistungen wohl nicht aufregen. – Moment, nein! Aufregen darf man sich, jawohl! – Aber wundern, wundern darf man sich nicht.

Und ja, Hertha hat heute wieder einmal nicht die Mittel finden können, gegen zwar technisch minderbegabte Spieler, die aber einmal mehr unbedingt gewinnen wollten und auch wirklich alles dafür taten. Hertha wird zwar andauernd als FC Bayern München der Zweiten Liga gehandelt, dafür fehlt aber noch einiges. Die bessere Mannschaft und vielleicht auch die fairere zu sein, reicht leider nicht. Fürs Schönspielen alleine gibts am Ende keine Punkte. Das was den FC Bayern in einer normalen Saison auszeichnet (ich klammer die aktuelle mal bewusst aus), das hat Hertha momentan noch nicht: Eben auch solche Gegner auseinanderspielen zu können, sich gegen jeden Widerstand Chancen herauszuarbeiten und die vorhandene Qualität dann auch in Tore und in Punkte umzuwandeln. Das geflügelte Wort vom Bayerndusel kommt halt nicht von ungefähr…

Aber ich bin zuversichtlich, dass Hertha sich hier noch steigern kann und wird. Die Heimspiele allein zu gewinnen wird nicht reichen. Und für alle anderen Vereine gegen die Hertha noch auswärts antreten muss, wird das wie heute das Spiel des Jahres sein. Man wird Hertha genauso wie heute alles entgegenwerfen und dabei auch oft zu Unerlaubtem greifen. Das haben zuletzt die Spiele von Paderborn und Osnabrück gezeigt. Und die zweite Erkenntnis der letzten Spiele: Hertha darf sich nicht darauf verlassen, von den Schiedsrichtern geschützt zu werden. Zur Not muss man eben auch gegen zwölf Mann bestehen…

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Ich bin der neue

Hab grad auf herthabsc.de gelesen, dass Hertha nun schon 700 neue Mitglieder seit dem Abstieg dazu bekommen hat. Und ich bin einer davon… :)

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Das wars…

Wie heißt es doch gleich? Die Hoffnung stirbt zuletzt? – Jetzt ist sie mausetot. Finito, Schluß, aus, vorbei… – Wenn es sowas wie einen Fußballgott gibt, dann ist das ein fieser, sadistischer Mistkerl!

Ich kann nicht mehr. Und ich verstehs auch nicht mehr. Ich hab auch keinen Bock mehr über das Spiel zu schimpfen, vertane Chancen, usw. Was nützt es sich über die zweite ungerechte Niederlage in Folge aufzuregen? – Oder daran zu verzweifeln?

Ich habe nach heute auch nich einen Funken Hoffnung mehr, dass Hertha den Abstieg noch irgendwie verhindern kann.

Nun heisst es für mich also, sich auf die Zweite Liga vorzubereiten. Ich hab ja diesen sündhaft teuren Pay-TV-Vertrag an der Backe. Werd ich also in Zukunft schön Zweite Liga gucken. Und vielleicht auch Formel 1. Oder Akte X auf italienisch…

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Ein Punkt gegen Leverkusen

Cicero, Ramos, Pejcinovic

Cicero, Ramos, Pejcinovic (Quelle: www.herthabsc.de)

Puh! Das Tor in der 93. Minute war wichtig. – Hertha hat heute mal alles umgesetzt, was man von der Mannschaft sehen möchte. Na gut, fast alles… Wie immer hätte man im Abschluss noch konsequenter sein können. Aber hey! Schwamm drüber…

Die Abwehr stand weitestgehend sicher. Selbst unser Doppelagent Kaká, mit der Lizenz zum Eigentore schießen, bot eine solide Abwehrleistung. Nach seinem verunglückten Abwehrversuch in der 7. Minute dachte ich schon: Au Backe, das geht jetzt genauso wie gegen Hamburg weiter… Aber danach machte Kaká eigentlich keinen einzigen Fehler mehr und war immer zur Stelle, um das Leverkusener Offensivspiel zu bremsen. Steve von Bergen blieb ebenfalls fehlerlos, besonders gefallen haben mir außerdem Lusti, der in der ersten Halbzeit im Mittelfeld alles wegräumte und Ramos, der wie ein Weberschiffchen in der gegnerischen Hälfte herumgeflitzt ist.

Zum Spiel: Hertha ging völlig verdient früh (9. Minute) in Führung, wieder einmal ein herrlich herausgespieltes Tor, in dem Ramos wie schon in Stuttgart gegen Lehmann diesmal Adler keine Chance gelassen hat. Mit der zweiten Halbzeit wurden die Leverkusener dann zunehmend stärker und ein objektiver Beobachter würde wohl sagen, dass der Ausgleich in der 76. Minute zu diesem Zeitpunkt verdient war. – Aber meine Fresse: Ich bin kein objektiver Beobachter! – So ein blöder Distanzschuss aus 18 Metern muss dann ausgerechnet reingehen. Drobny war noch mit den Fingerspitzen dran. – Und als wenn das nicht alles schon genug wäre, lässt sich Kacar auch noch mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz stellen, Hertha für die letzten 15 Minuten nur noch zu Zehnt.

Klar, dass Leverkusen nun noch mehr wollte. Und jedem, der die letzten Herthaspiele gesehen hatte, schwante schlimmes. Alles war für eine erneute dramatisch bittere Niederlage angerichtet: Der beste Sturm der Liga, beflügelt vom späten Ausgleich gegen eine Hertha in Unterzahl, der durch den zuvor gezeigten hohen kämpferischen Einsatz in der Schlussphase die Kräfte auszugehen drohten… – Und was dann passierte, das passte so richtig ins Bild der letzten Tage: Leverkusen mit ungestühmen, aber genauso unkontrollierten Angriffen, eine Flanke landet beim eingewechselten Kaplan, der volley aus 14 Metern abzieht. Der Schuss wäre für Drobny wohl kein Problem gewesen, allerdings fälscht Piszczek den Ball so unglücklich und gemein ab, dass dieser als unhaltbare Bogenlampe hinter einem genauso macht- wie fassungslosen Drobny im Netz einschlägt. – 2:1 für Leverkusen in der 90. Minute, das Spiel praktisch zu Ende, Hertha über weite Strecken die bessere Mannschaft, zeigte die wohl beste Saisonleistung und trotzdem, wieder einmal, besiegt.

So sah es aus, aber zwei Minuten später, die letzte Szene im Spiel, 2. Minute der Nachspielzeit, Eckball Hertha. Sogar Drobny war in den Leverkusener Strafraum geeilt, niemand wollte sich mit dieser wiederum unverdienten Niederlage abfinden! – Und dann landet Raffaels wunderschön getretender Eckstoß genau bei Ramos, der sein zweites Tor erzielt! Genauso herrlich wie unhaltbar! – Schiedsrichter Rafati pfeift ab und Hertha hat zwar nur einen Punkt geholt, kann sich aber trotzdem als Sieger fühlen. Die Presse wird sich nun wohl eher Leverkusens Versagens widmen und Hertha nach dieser engagierten Leistung endlich etwas Schonzeit gönnen.

Mein Fazit: Was zumindest nach diesem Spiel haften bleibt: Hertha ist doch noch nicht abgestiegen! – Klar wären die drei Punkte wichtig gewesen, aber dieser Kampf wird nicht an diesem Spieltag entschieden und auch nicht am nächsten, gegen die Bayern. Mit so einer Leistung, wie sie die Hertha heute abend geliefert hat, kann sie jede Mannschaft in der Bundesliga schlagen. – Und das macht Hoffnung! Hoffnung, dass die Rückrunde nicht zu einer langen Abschiedstournee, sondern doch noch zur lange angekündigten Aufholjagd mit Happy End wird…

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Das Leiden geht weiter

Nun ja, das passt ins Bild. Hab mir grade 92 Minuten furchtbar schlechten Bundesligafussball zwischen Schalke 04 und Hertha angeschaut. – Klar, das Schalke dieses Spiel, das von der Qualität auch der Tabellenvorletze gegen den -letzten gewesen sein könnte, mit 2:0 gewinnt. Kuranyi darf sich über sein 100. Bundesligator freuen, steht sicher später in keiner Statistik, dass das ein Abseitstor war. Und über den Elfmeter in der Nachspielzeit kann man auch streiten. Dieses Spiel hätte keinen Sieger verdient, aber so ist Fussball. – Aber es kommen auch wieder bessere Zeiten. Der Abstieg scheint unter den gegebenen Voraussetzungen, in denen Hertha teilweise die bessere Mannschaft ist und verliert (s. Köln), zu recht eine klare Niederlage kassiert (s. Frankfurt) und gegen einen schmeichelhaften Bundesligadritten auf Zweitliganiveau eine unverdiente Klatsche bekommt (inklusive Gelbroter Karte in der 85. Minute), wohl nicht mehr zu verhindern zu sein. Aber irgendwann hat auch der Fussballgott ein Einsehen und sucht sich ein neues Opfer.

Also, warte ich auf den nächsten Freitag und stell mich moralisch schonmal auf die nächste Tracht Prügel auf die blauweiße Herthaseele ein (Ich glaube nicht, dass Leverkusen Mitleid zeigen wird). – Und ich werd mich mal informieren, gegen wen es dann in der Zweiten Liga so geht…

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Hertha steigt ab…

…da leg ich mich jetzt fest. Wieso tu ich mir das jedes Wochenende eigentlich wieder aufs neue an? – Die Mannschaft, die ich heute gegen Frankfurt gesehen habe, die ist beim besten Willen nicht bundesligatauglich. Die bittere Erkenntnis bleibt haften, das ist besten Falls Zweitliganiveau was Hertha zur Zeit bietet. In den bis jetzt gespielten 80 Minuten gab es nicht eine vernünftige Torchance für Hertha. Und von Frankfurt sitzt konsequenter Weise jeder zweite Schuss aufs Tor.

Frankfurt wird dieses Spiel zu recht gewinnen. Und Hertha wird zu recht absteigen. So viele Fussballwunder können gar nicht mehr passieren, um das noch zu verhindern…

Und ich werde trotzdem nächstes Wochenende wieder einschalten und mitleiden. Ich weiß auch nicht warum… – Mein Trikot und Schal sind jetzt jedenfalls in der Waschmaschine, Kochwäsche, 90°… Vielleicht hilfts was…

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Hertha – Köln

Ich fass es einfach nicht. Mir fehlen schlichtweg die Worte! – Wie kann man bei so vielen Gelegenheiten einfach das Tor nicht treffen. Ist ja nicht so, dass der Kölner Torhüter zu irgendwelchen Glanzparaden gezwungen worden wäre. Aber zweimal Pfosten innerhalb von 30 Sekunden?! – Links vorbei, rechts vorbei, ab auf die Tribüne…

Und die Kölner? – Schießen in 90 Minuten genau zweimal aufs Tor. Ja, zweimal, ich hab mitgezählt. Und so ein bescheuerter Freistoß bringt dann das 1:0 für Köln!

Nun kann man auch wieder mit dem Schiedsrichter hadern: Eigentlich hätte Podolski nach absichtlichem Handspiel mit Gelb-Rot vom Platz gemusst. In der Schlussphase fegt Mondragon, der Kölner Keeper, Wichniarek um, ohne die leiseste Chance einer Möglichkeit an den Ball zu kommen. – Aber ehrlich? Den sowas von klar fälligen Elfmeter hätte doch Cicero auch wieder in die Wolken gejagt.

Ich bin echt der Verzweiflung nahe. So viele Torchancen, bestimmt fünf, sechs Hochkaräter… – Vier Punkte aus zwölf Spielen. Noch nie seit Bestehen der Bundesliga hat eine Mannschaft mit so wenig Punkten zu diesem Zeitpunkt der Saison noch den Klassenerhalt geschafft. – Meine Fresse, Hertha! Das wird sowas von eng… Wann trefft ihr endlich wieder das Tor? :(

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Hertha gegen Favre

Jetzt wirds schmutzig. Warum hat sich Lucien Favre zu dieser unsäglichen Pressekonferenz hinreissen lassen? Sätze wie “Ich habe zu viele Kompromisse gemacht, Kompromisse sind Fehler. Man kann eine Mannschaft nicht mit den Ideen verschiedener Personen aufbauen” oder “Der Verein hat die Trennung von Dieter Hoeneß nicht verkraftet. Dieser Umstand hat meine Arbeit erschwert.” kann man wohl als vereinsschädigendes Verhalten ansehen. Jedenfalls sehen dies Arbeitsrechtsexperten so, die Hertha BSC mit der Prüfung von Favres Aussagen betraut hat. Die Konsequenz: Hertha kündigt seinem einstigen Vorzeigetrainer fristlos. Da ich mir nicht vorstellen kann, dass Lucien Favre und seine Berater diese Kündigung einspruchslos hinnehmen werden, muss wohl demnächst ein Arbeitsgericht in dem dann hoffentlich letzten Akt dieser Tragödie entscheiden.

Warum und wie konnte es eigentlich soweit kommen? Noch im Sommer wollte Hertha den Vertrag mit Favre und Gämperle bis 2013 vorzeitig verlängern. – Acht (teils unglückliche) Niederlagen in der Bundesliga, der Euro-League und dem DFB-Pokal später, trennt man sich erst “sportlich professionell” (O-Ton Michael Pretz) und nun zankt man sich wie in einem waschechten Rosenkrieg inklusive öffentlich gewaschener schmutziger Wäsche…

Ach hätte Lucien Favre doch diese Pressekonferenz (aus-)gelassen und sich in Würde und Stolz neuen Aufgaben zugewandt. Mein Favre-Standbild hätte sicher keinen Knacks bekommen…

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Hertha entlässt Favre

Lucien Favre

Nun ist es also doch passiert. Wie ich heute auf den Internetseiten der Sportschau lesen musste, hat Michael Preetz stellvertretend für Hertha BSC Lucien Favre als Trainer von seinen Pflichten entbunden.

Für mich persönlich ist das besonders schade, weil ich Lucien Favre für den besten Trainer halte, den Hertha BSC seit dem Wiederaufstieg 1997 hatte. Für mich konnte man deutlich erkennen, was Favres Arbeit wert war. Nicht zuletzt auch am Abschneiden letzte Saison. Auch in den ersten drei Bundesligaspielen fand ich das Auftreten der Mannschaft entgegen dem Ergebnis gar nicht so schlecht, wie es im Nachhinein geschrieben wurde. Es sind aber in der Tat Qualitäten der letzten Saison verloren gegangen, die Chancenverwertung ist mangelhaft und vom magischen Abwehrdreieck Friedrich-Simunic-Drobny ist auch nicht mehr als eine vage Erinnerung an bessere Zeiten übrig. Gerade knappe Spiele über die Zeit zu bringen oder wenigstens nicht zu verlieren, war etwas, das Hertha die letzte Spielzeit noch auszeichnete. – Nun fängt man sich reihenweise dumme Tore.

Aber ist diese Entwicklung nun einzig dem Trainer anzulasten? Lucien Favre wird eine verfehlte Einkaufspolitik vorgeworfen. Aber was soll ein Trainer bitte machen, wenn er aus wirtschaftlichen Gründen einen Transferüberschuss von fünf Millionen Euro erzielen muss? – Dass Simunic von Favre “rausgeekelt” wurde, war zu lesen. Aber ehrlich? Simunic hat seinen Abgang von Hertha doch wohl eher selbst inszeniert, er wollte mit nunmehr 31 Jahren noch einen letzten großen Vertrag abgreifen. – Dass das “magische Dreieck” gesprengt wurde, ist also nicht Favres Schuld. – Dass sich Marco Pantelic selbst aus der Mannschaft gepokert und Andrey Woronin finanziell nicht zu halten war, auch nicht.

Nein, entscheidende Leistungsträger fehlen zu oft verletzungsbedingt oder sind angeschlagen (Drobny, Ebert, Kacar, Rafael, …), andere befinden sich offenbar in einem historischen Formtief (Friedrich, Cicero, Wichniarek, …). Dazu kommt, dass sich ein Spieler wie Florian Kringe, der extra geholt wurde, um mit seiner Erfahrung Sicherheit und Ruhe ins Spiel zu bringen, auch gleich im zweiten Spiel verletzt. Dann ist da noch ein Pokalspiel, in dem man wirklich alles versucht, zurückkommt, sich ein Chancenplus erarbeitet, außer Gabor Kiraly dann aber nur den Pfosten trifft und völlig unverdient aber folgerichtig im Elfmeterschießen ausscheidet… – Das alles sind die Zutaten, die zu einer solchen Abwärtsdynamik führen, an deren Ende dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit immer die Entlassung des Trainers steht. Das war bisher in jedem Bundesligaverein so und heute hat sich gezeigt, Hertha ist da keine Ausnahme.

Mir bleibt zu hoffen, dass sich nunmehr unter einem anderen Trainer (vielleicht ja wirklich Jürgen Röber, meine Mama würde sich freuen) alles wieder zum Positiven entwickelt. Die Mannschaft hat auf jeden Fall die Klasse, selbige zu erhalten. – Und das ist nicht zu letzt Lucien Favres Verdienst!

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