Das Leiden geht weiter
Nun ja, das passt ins Bild. Hab mir grade 92 Minuten furchtbar schlechten Bundesligafussball zwischen Schalke 04 und Hertha angeschaut. – Klar, das Schalke dieses Spiel, das von der Qualität auch der Tabellenvorletze gegen den -letzten gewesen sein könnte, mit 2:0 gewinnt. Kuranyi darf sich über sein 100. Bundesligator freuen, steht sicher später in keiner Statistik, dass das ein Abseitstor war. Und über den Elfmeter in der Nachspielzeit kann man auch streiten. Dieses Spiel hätte keinen Sieger verdient, aber so ist Fussball. – Aber es kommen auch wieder bessere Zeiten. Der Abstieg scheint unter den gegebenen Voraussetzungen, in denen Hertha teilweise die bessere Mannschaft ist und verliert (s. Köln), zu recht eine klare Niederlage kassiert (s. Frankfurt) und gegen einen schmeichelhaften Bundesligadritten auf Zweitliganiveau eine unverdiente Klatsche bekommt (inklusive Gelbroter Karte in der 85. Minute), wohl nicht mehr zu verhindern zu sein. Aber irgendwann hat auch der Fussballgott ein Einsehen und sucht sich ein neues Opfer.
Also, warte ich auf den nächsten Freitag und stell mich moralisch schonmal auf die nächste Tracht Prügel auf die blauweiße Herthaseele ein (Ich glaube nicht, dass Leverkusen Mitleid zeigen wird). – Und ich werd mich mal informieren, gegen wen es dann in der Zweiten Liga so geht…
Hertha steigt ab…
…da leg ich mich jetzt fest. Wieso tu ich mir das jedes Wochenende eigentlich wieder aufs neue an? – Die Mannschaft, die ich heute gegen Frankfurt gesehen habe, die ist beim besten Willen nicht bundesligatauglich. Die bittere Erkenntnis bleibt haften, das ist besten Falls Zweitliganiveau was Hertha zur Zeit bietet. In den bis jetzt gespielten 80 Minuten gab es nicht eine vernünftige Torchance für Hertha. Und von Frankfurt sitzt konsequenter Weise jeder zweite Schuss aufs Tor.
Frankfurt wird dieses Spiel zu recht gewinnen. Und Hertha wird zu recht absteigen. So viele Fussballwunder können gar nicht mehr passieren, um das noch zu verhindern…
Und ich werde trotzdem nächstes Wochenende wieder einschalten und mitleiden. Ich weiß auch nicht warum… – Mein Trikot und Schal sind jetzt jedenfalls in der Waschmaschine, Kochwäsche, 90°… Vielleicht hilfts was…
20 Jahre Mauerfall
20 Jahre ist es nun schon wieder her. Auch wenn ich damals noch ein Kind war und wünschte, mehr von den damaligen Ereignissen mitbekommen zu haben, kann ich mich noch genau an diesen 09. November 1989 erinnern. Wie wir vor dem Fernseher saßen, und die berühmte Pressekonferenz mit Günter Schabowski verfolgten. – Eigentlich habe ich gar nicht so richtig kapiert, worum es da geht. Ich konnte auch gar nicht verstehen, wieso jeder in den Westen wollte, schließlich hat man uns ja den “Verbrecherstaat” in den schillerndsten Farben im Unterricht beschrieben. Ich war eigentlich froh, auf der “richtigen” Seite der Mauer zu leben. – Wie gesagt, ich war noch ein Kind. Was die DDR eigentlich für ein Staat war, hab ich erst Jahre später wirklich verstanden.
Dass ich 20 Jahre später einmal mein Geld in der Schweiz verdienen sollte, hätte mir 1989 auch noch niemand erzählen brauchen. Den hätte ich sofort für bescheuert erklärt. – Für mich hat sich wirklich alles zum Besten entwickelt, der Mauerfall hätte aus meiner Sicht zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können. Ich bin froh, wenigstens ein paar Jahre DDR erlebt zu haben, um so die neu gewonnene Freiheit wirklich schätzen zu können. Trotzdem denke ich, ich bin spät genug geboren, um der Generation anzugehören, für die es auch keine Mauer in den Köpfen mehr gibt.
Hertha – Köln
Ich fass es einfach nicht. Mir fehlen schlichtweg die Worte! – Wie kann man bei so vielen Gelegenheiten einfach das Tor nicht treffen. Ist ja nicht so, dass der Kölner Torhüter zu irgendwelchen Glanzparaden gezwungen worden wäre. Aber zweimal Pfosten innerhalb von 30 Sekunden?! – Links vorbei, rechts vorbei, ab auf die Tribüne…
Und die Kölner? – Schießen in 90 Minuten genau zweimal aufs Tor. Ja, zweimal, ich hab mitgezählt. Und so ein bescheuerter Freistoß bringt dann das 1:0 für Köln!
Nun kann man auch wieder mit dem Schiedsrichter hadern: Eigentlich hätte Podolski nach absichtlichem Handspiel mit Gelb-Rot vom Platz gemusst. In der Schlussphase fegt Mondragon, der Kölner Keeper, Wichniarek um, ohne die leiseste Chance einer Möglichkeit an den Ball zu kommen. – Aber ehrlich? Den sowas von klar fälligen Elfmeter hätte doch Cicero auch wieder in die Wolken gejagt.
Ich bin echt der Verzweiflung nahe. So viele Torchancen, bestimmt fünf, sechs Hochkaräter… – Vier Punkte aus zwölf Spielen. Noch nie seit Bestehen der Bundesliga hat eine Mannschaft mit so wenig Punkten zu diesem Zeitpunkt der Saison noch den Klassenerhalt geschafft. – Meine Fresse, Hertha! Das wird sowas von eng… Wann trefft ihr endlich wieder das Tor?
limit-post Plugin
Das neue Theme, was ich für mein Blog verwende, benutzt das limit-post Plugin, um auf der Übersichtsseite die Artikeltexte zu verkürzen. Das Plugin arbeitet nach dem folgenden Prinzip: Es holt sich zunächst den gesamten Artikeltext, entfernt dann alle HTML-Tags, um dann die verbleibenden Zeichen auf die angegebene Anzahl zu verkürzen. Die so entstehende Zeichenkette wird dann in einen Paragraph gepackt und ausgegeben.
Dies funktioniert eigentlich wunderbar, hat allerdings einen klitzekleinen Schönheitsfehler: Verwendet man Bilder mit Unterschriften in seinen Artikeln, werden zwar die Bilder nicht angezeigt (da alle HTML-Tags entfernt werden), die Bildunterschriften sind aber weiterhin Bestandteil des verkürzten Texts. Und das sieht, nunja, blöd aus.
Das Problem lässt sich allerdings recht einfach lösen. Man muss lediglich zunächst die Bilder samt Unterschriften aus dem Artikeltext entfernen, bevor man die restlichen HTML-Tags aus dem Artikeltext nimmt. Folgende kleine PHP-Zeile macht genau dies:
$content = preg_replace(‘/<div.*<img.*\/div>/’,”, $content);
Es wird also jedes “div”-Tag das ein “img”-Tag enthält bis zu seinem abschließenden Tag entfernt. Dafür reicht ein kleiner regulärer Ausdruck…
Falls jemand Interesse hat, die modifizierte Version des Plugins gibts hier: limit-post.
P.S.:
@Karsten: Hab mir mal PHP angeschaut… Kann ich jetzt…
Warten aufs TV
Ich hatte mir am 29. September bei digitec meinen neuen Fernseher bestellt und per Vorkasse bezahlt: Den Sony KDL-52EX1S. Als Liefertermin wurde “ca. Ende September” angegeben. Hab natürlich gedacht, damit ist Ende September 2009 gemeint. Allerdings hab ich den Fernseher immer noch nicht, dafür heute eine E-Mail mit dem Inhalt bekommen, dass sich der Liefertermin verzögert. Auf nunmehr “ca. Mitte Oktober”. – Naja, ich hoffe, dass die wirklich dieses Jahr meinen und warte einfach mal tapfer weiter…
Power Lan
Eine Maisonettewohnung in Vollbetonbauweise hat auch seine Nachteile. Einer davon ist, dass man mit einem W-Lan-Router unmöglich die ganze Wohnung abdecken kann. Die ideale Lösung habe ich aber in Form des “Devolo dLAN 200 AV Wireless G” gefunden. Es handelt sich dabei um einen Wirless-Extender für ein Power-Lan, also für ein Netzwerk sozusagen über die Steckdose. Der Clou, der Devolo ist Wireless Access Point und Switch in einem und ist über seinen Stromanschluss auch mit dem restlichen Power Lan verbunden. Von Hause aus ist der Devolo als DHCP Client konfiguriert, kann aber auch als eigener DHCP Server fungieren.
In meiner Wohnung habe ich also nun im Arbeitszimmer eine Etage tiefer das SwissCom DSL-Modem mit integriertem W-Lan-Router plaziert und selbiges mittels Power Lan Adapter an mein Stromnetzwerk angeschlossen. Im Wohnzimmer hab ich den Wireless Extender aufgestellt und mit der gleichen W-Lan Konfiguration wie den SwissCom Router vesehen. – Und siehe da, jetzt habe ich in der gesamten Wohnung W-Lan und der Devolo Wireless Extender sieht auch noch hübscher aus als das olle SwissCom Modem und ist daher eher fürs Wohnzimmer geeignet…
Die erste Woche in der eigenen Wohnung
Freitag vor einer Woche war es ja soweit. Ich hatte bei Expertado.ch einen Auftrag für den Transport meiner Kisten in meine neue Wohnung eingestellt und an besagtem Freitag fand der Transport statt. Das ganze lief wirklich professionell ab, ein eingespieltes Zweierteam verlud erst meine Kisten und dann noch einen Tisch, den mir Patrick nebst vier Stühlen überlassen hat. Dann transportierten die beiden alles zusammen (und mich) zur Adresse meiner neuen Wohnung und haben dort alles ausgeladen und an den von mir gezeigten Stellen gestapelt bzw. aufgestellt. Die ganze Aktion war in weniger als 90 Minuten erledigt. Wir hatten uns auf einen Preis von 200 CHF geeinigt, ich hab aber noch 100 Franken drauf gelegt, da der Tisch ursprünglich nicht vereinbart war und alles so prima geklappt hat. Also falls mal jemand ein zuverlässiges und preisgünstiges Umzugsunternehmen im Raum Zürich sucht, kann ich die Jungs nur weiterempfehlen!
Am letzten Samstag habe ich die letzten Sachen von mir mit Patricks Auto selbst in die neue Wohnung geschafft und nun wohne ich also bereits eine Woche hier. Bis auf den Tisch und die Stühle habe ich aber leider noch keine Möbel. Die sind zwar alle schon bezahlt, werden aber erst noch geliefert. Mein Bett und meine Couch kommen nächsten Dienstag, bis dahin schlafe ich auf einer Matratze, die mir dankenswerterweise mein Nachbar geborgt hat. Ich weiß nicht, ob es auf den fehlenden Lattenrost zurückzuführen ist, jedenfalls hätte diese Matratze vom Härtegrad her auch als Folterinstrument im Mittelalter durchgehen können. – Aber nur noch drei mal Aufwachen, dann kommt ja mein Bett…
Also, bisher ist alles noch ein wenig chaotisch, ich bin aber sicher, dass sich sobald ich meine Möbel habe, alles finden wird…
RSS E-Mail Feed
Ich möchte kurz auf ein neues Feature meines Blogs hinweisen:
Ich hab die Seite bei www.feedburner.com registriert. Dadurch besteht nun die fantastische Möglichkeit, sich per E-Mail benachrichtigen zu lassen, wenn ich einen neuen Artikel veröffentliche. Das ganze ist absolut unverbindlich und garantiert werbefrei!
Einfach da rechts in das Feld “Hier für E-Mail-Feed registrieren” die eigene E-Mail-Adresse eingeben und schon gehts los.
Natürlich kann man sich auch jeder Zeit wieder abmelden…
Hertha gegen Favre
Jetzt wirds schmutzig. Warum hat sich Lucien Favre zu dieser unsäglichen Pressekonferenz hinreissen lassen? Sätze wie “Ich habe zu viele Kompromisse gemacht, Kompromisse sind Fehler. Man kann eine Mannschaft nicht mit den Ideen verschiedener Personen aufbauen” oder “Der Verein hat die Trennung von Dieter Hoeneß nicht verkraftet. Dieser Umstand hat meine Arbeit erschwert.” kann man wohl als vereinsschädigendes Verhalten ansehen. Jedenfalls sehen dies Arbeitsrechtsexperten so, die Hertha BSC mit der Prüfung von Favres Aussagen betraut hat. Die Konsequenz: Hertha kündigt seinem einstigen Vorzeigetrainer fristlos. Da ich mir nicht vorstellen kann, dass Lucien Favre und seine Berater diese Kündigung einspruchslos hinnehmen werden, muss wohl demnächst ein Arbeitsgericht in dem dann hoffentlich letzten Akt dieser Tragödie entscheiden.
Warum und wie konnte es eigentlich soweit kommen? Noch im Sommer wollte Hertha den Vertrag mit Favre und Gämperle bis 2013 vorzeitig verlängern. – Acht (teils unglückliche) Niederlagen in der Bundesliga, der Euro-League und dem DFB-Pokal später, trennt man sich erst “sportlich professionell” (O-Ton Michael Pretz) und nun zankt man sich wie in einem waschechten Rosenkrieg inklusive öffentlich gewaschener schmutziger Wäsche…
Ach hätte Lucien Favre doch diese Pressekonferenz (aus-)gelassen und sich in Würde und Stolz neuen Aufgaben zugewandt. Mein Favre-Standbild hätte sicher keinen Knacks bekommen…




