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And the winner is…

Spanien. Deutschland verliert im WM-Halbfinale in Südafrika mit 0:1. Es hat am Ende dann wohl doch nicht sollen sein, mit dem Double, Lena und Jogi.
Was mich ein wenig irritiert, ja vielleicht sogar ärgert, ist aber, dass im Vorfeld dieser Partie alle verrückt gespielt haben. Egal ob Presse, TV oder Fans, jeder schien mir ein wenig realitätsentrückt. Eigentlich das komplette Gegenteil von dem, was ich vor dem Englandspiel und in abgeschwächter Form auch vor dem Argentinienspiel erleben musste. Ein Stefan Effenberg erklärte damals mit fester Überzeugung, es tue ihm leid, aber Deutschland hat nicht das Potential und die Klasse gegen England zu bestehen. – Interessanter Weise hat sich der gleiche Stefan Effenberg im Sky-90 Expertentalk nach dem Argentinienspiel in den Kanon derer eingereiht, die Deutschland nun schon als Weltmeister gesehen haben.
Für mich war schon vorher klar: Das wird eine enge Kiste heute. Ich habe die Chancen auf 50:50 eingeschätzt, wer immer das 1:0 erzielt, gewinnt. Und wenn man ehrlich ist, war es kein schönes Spiel, aber die Spanier haben die meiste Zeit alles unter Kontrolle gehabt und ja, der Sieg war am Ende verdient. – Nicht so klar, wie im Finale der letzten EM, aber doch verdient. Doch hätte Deutschland eine seiner Chancen verwandelt wäre es wohl 1:0 andersherum ausgegangen…

Mir persönlich bleibt jetzt nur ein Problem: Ich wohne in der Schweiz. Während eines grossen Turniers Fan der Deutschen Nationalmannschaft in der Schweiz zu sein, ist so lange erträglich, wie Deutschland noch im Turnier ist. Wenn Deutschland dann noch attraktiven Fussball spielt, ist es sogar beinahe angenehm, denn hier hat das gleiche Phänomän eingesetzt, wie überall auf der Welt: In Rundfunk und Presse wurden Spieler und Mannschaft in den höchsten Tönen gelobt, der Blick titelte sogar: “Wir sind jetzt Deutsch (und wenn nur für eine Woche)”. – Aber meiner Meinung nach gilt hier das gleiche wie oben beschrieben, was da in der Zeitung steht, hat mit der Realität wenig zu tun. Am Ende verhält es sich so, wenn irgendwo auf der Welt ein Fussballspiel Deutschland gegen “irgendwen” stattfindet, ist der geneigte Durchschnittsschweizer (und von denen gibts hier nun mal ne Menge) für “irgendwen”. Punkt. Da kann man im Vorfeld noch so toll gespielt haben… – Ich jedenfalls sitz jetzt hier bei brütender Hitze und geöffnetem Fenster. An selbigem zieht ein hupender Autokorso nach dem anderen vorbei, diverse Vuvuzelas hab ich auch gehört. Dass so viele Spanier hier in der Nähe wohnen, bezweifle ich… – Naja, muss ich halt mit der Häme morgen in der Zeitung und auf Arbeit zurechtkommen… Ich hörs schon förmlich: “Wir haben die Spanier geschlagen und ihr nicht! Äääääääääätsch!” – Aber das geht auch vorbei… Zum Glück werden die Engländer bei mir auf Arbeit dann vermutlich doch etwas zurückhaltender sein…

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Nur Italien nicht…

Teil Eins der Mission ist ja schon mal erfüllt… ;) – Und nich so ernst nehmen, ist doch alles nur Spass…

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Deutschland – Serbien

Jetzt hat Deutschland also auch seine Niederlage kassiert… – Ich dachte eigentlich nach der Katastrophensaison von Hertha kommt jetzt die WM, Deutschland hat seit 24 Jahren kein WM-Spiel in der Gruppenphase mehr verloren, also nen bissl was zum Aufbauen meiner zerrütteten Fan-Nerven, schönen Fussball sehen und ein wenig Feiern…

Zum Auftakt gegen Australien hat auch alles super funktioniert. Gegen Serben gings in die Hose. – Allerdings hat Deutschland nicht einmal schlecht gespielt, sich reichlich Chancen herausgearbeitet, aber irgendwie wollte der Ball heute nicht rein. Und dann verschiesst Podolski auch noch einen Elfmeter… – Naja, und über Schiri Alberto Undiano brauchen wir nicht zu reden. Irgendwie hat der sich glaube ich selbst am liebsten pfeifen gehört, 10 Gelbe Karten in einem Spiel, dass nun wirklich nicht durch übertriebene Härte geprägt war. Klose macht genau zwei (wirklich lächerliche) Fouls und fliegt mit Gelb-Rot vom Platz…

Nun gut… Vielleicht war das auch der rechte Dämpfer zur rechten Zeit. Jetzt kommt Ghana am Mittwoch… Ich bin überzeugt, dass Jogi seine Mannen perfekt auf das Spiel einstellen werden wird. – Und dann gehts im Achtelfinale halt gegen England und wir gewinnen im Elfmeterschiessen, wie immer, so… :)

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Gimme Hope Joachim

Ja, nun ist sie ja schon voll im Gange, diese Weltmeisterschaft. Und ich hab bisher auch fast jedes Spiel gesehn… – Und was soll ich sagen? Bis jetzt hat mich noch keiner der sogenannten Topfavoriten wirklich überzeugen können. Argentinien nicht, die sich trotz des 250-Millionen-Dollar-Manns Messi nur ein 1:0 ergurken, England nicht, die auch gegen ihre ehemaligen Kollonien nicht genug Tore zu schiessen vermögen, um das schwarze Loch im eigenen Tor wett zu machen (mein Tipp: einfach statt Torhüter noch einen Stürmer einwechseln… Ach nee, das hatte ja Nordkorea schon probiert…), die Niederlande auch nicht, ohne Glanz zum ersten Sieg, naja, wird sicher noch besser, erst recht Italien nicht, die Vorstellung der alternden Noch-Weltmeister nannte der Sky-Kommentator zu recht “blutarm” und selbst Portugal, mit ihrem dünnen Unentschieden nicht, und ja, auch Brasilien nicht, die sich gegen Nordkorea, genau, die mit dem extra Stürmer-Torhüter, ein Tor fangen und nur dank eines Kunstschusses und der einzigen gelungenen Offensivaktion überhaupt mit einem blauen Auge davon gekommen sind!

Naja, gut. Eine Mannschaft hab ich unterschlagen, die einzige, die in diesem Turnier wirklich zu begeistern vermochte: Deutschland. Ja, die teutonischen Eisenfüsse von einst haben scheinbar Fussballspielen gelernt. Ich hab schon vor der WM gesagt, die Mannschaft ist besser als 2006 und auch besser als 2008 bei der EM. Wenigstens Halbfinale ist drin, dachte ich… Allerdings hatte ich nicht gedacht, dass sich die von anderen als haushohe Titelkandidaten gehandelten Mannschaften dermassen schwach präsentieren werden. – Naja, morgen kommt ja noch Spanien, die werden mich sicher nicht auch noch enttäuschen.

Ansonsten hab ich auf Youtube folgendes Video gefunden, dass eigentlich keinen Zweifel daran lässt, wer dieses Jahr den Pokal mit nach Hause nehmen wird… :)

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Ich bin der neue

Hab grad auf herthabsc.de gelesen, dass Hertha nun schon 700 neue Mitglieder seit dem Abstieg dazu bekommen hat. Und ich bin einer davon… :)

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Schweizer Wort der Woche

Und hier wieder ein neues Schweizer Wort der Woche. Diesmal:

Töggeli

Gemeint ist hiermit das beliebte Tischfussball oder in meiner Sprachheimat wohl eher Tischkicker genannt. Als neulich bei uns in der Firma zum Töggliturnier geladen wurde, hab ich mich mal schlau gemacht, was das eigentlich für ne Sauerei ist… ;)

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Swisscom TV und Cablecom?

Ich hatte mir ja letztes Jahr Swisscom TV zugelegt. Musste ich leider, da Swisscom die exklusiven Rechte für die zusätzlichen Sportsender hält, die nun mal genau das übertragen, was ich sehen möchte, nämlich alle Spiele der 1. (und ja auch der 2.) Fussballbundesliga.

Zunächst hab ich also alles von Swisscom bestellt: Den obligatorischen Festnetzanschluss (den ich nich brauche), eine Highspeed-Internetverbindung mit sagenhaften sechs MBit und eben Swisscom-TV nebst dem gewünschten  reichhaltigem Teleclub Angebot.  – Soweit so gut, während nun aber die angesprochenen (und wohl nicht mehr ganz zeitgemässen) sechs MBit die absolute Obergrenze von dem darstellen, was Swisscom in der Lage ist mir an Internet zu bieten, flatterte neulich von Cablecom ein Angebot über wahlweise 50 oder 100 MBit ins Haus! Da konnte ich nicht widerstehen und hab mir die 50 MBit Leitung bestellt und parallel den Swisscom-Anschluss auf 1MBit reduziert…

Nun mein Problem: Swisscom-TV benötigt zwingend den Swisscom-Router. Cablecom liefert ein eigenes Modem und auf Wunsch einen eigenen Router. Die Swisscom-TV-Box wird genauso wie alle anderen Netzwerkclients über DHCP konfiguriert und funktioniert nur, wenn der Swisscom-Router als Standardgateway konfiguriert ist. Meine Rechner sollen aber bitteschön das Cablecom-Modem für die Verbindung ins Internet nutzen…

Was also tun? – Da die sowohl im Swisscom- als auch im Router für Cablecom integrierten DHCP-Server nur äusserst eingeschränkt konfigurierbar sind, musste ich beide deaktivieren. Zum Glück hatte ich mir ja schon bei Zeiten ein NAS von QNAP angeschafft. Und so ein NAS ist ja nix weiter als ein Mini-Linux-Server mit überdimensionaler Festplatte. Also hab ich den dort enthaltenen DHCP-Daemon so umkonfiguriert (wie man das im Detail macht, weiss Google, ansonsten kann ich das bei Bedarf auch noch näher ausführen), dass die TV-Box nebst fester IP-Adresse auch Standardgateway und DNS-Server von Swisscom erhält und alle anderen Clients auf den Cablecom-Router geschaltet werden.

Fazit: Jetzt hab ich also beides, Internet sowohl von Swisscom, als auch von Cablecom, wobei ich das Swisscom-Internet nur fürs Fernsehn nutze. Alle Geräte sind physisch miteinander verbunden und hängen in einem Netzwerksegment. Die korrekte Zuweisung des zu verwendenden Standardgateways erfolgt über DHCP.

Angenehmer Nebeneffekt: Falls Cablecom mal streikt, hab ich nun auch eine Backup-Verbindung ins Netz und umgekehrt, falls mein Fernsehn ausfällt, kann ich immernoch Swisscom ne böse E-Mail schreiben… ;)

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Das wars…

Wie heißt es doch gleich? Die Hoffnung stirbt zuletzt? – Jetzt ist sie mausetot. Finito, Schluß, aus, vorbei… – Wenn es sowas wie einen Fußballgott gibt, dann ist das ein fieser, sadistischer Mistkerl!

Ich kann nicht mehr. Und ich verstehs auch nicht mehr. Ich hab auch keinen Bock mehr über das Spiel zu schimpfen, vertane Chancen, usw. Was nützt es sich über die zweite ungerechte Niederlage in Folge aufzuregen? – Oder daran zu verzweifeln?

Ich habe nach heute auch nich einen Funken Hoffnung mehr, dass Hertha den Abstieg noch irgendwie verhindern kann.

Nun heisst es für mich also, sich auf die Zweite Liga vorzubereiten. Ich hab ja diesen sündhaft teuren Pay-TV-Vertrag an der Backe. Werd ich also in Zukunft schön Zweite Liga gucken. Und vielleicht auch Formel 1. Oder Akte X auf italienisch…

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Straßenmemory

Heute waren wir in Zürich unterwegs. Beim Beobachten der (zumeist jüngeren) Menschen fiel mir etwas auf, dass ich auch schon in Berlin beobachtet habe: Befreundete oder zumindest irgendwie zusammengehörende Personen, die miteinander unterwegs sind, haben immer die gleiche Kleidung an. Nun gut, mal unterscheidet sich die Farbe der Schuhe oder der Hose, mal hat die Jacke ein anderes Muster, das Cappy ein anderes Logo. Aber im Großen und Ganzen handelt es sich immer um den selben Kleidungsstil. Das geht soweit, dass bei den meisten immer wenigstens ein Kleidungsstück genau das gleiche ist, die selbe Marke, selber Schnitt, usw…

Da kam mir der Gedanke, dass man daraus eigentlich ein Spiel machen könnte: Straßenmemory. Man könnte die Menschen auf der Straße mal ordentlich durchmischen und müsste dann die zusammengehörigen Personen einander zuordnen. Ich würde wetten, dass das bei weit über der Hälfte der Leute problemlos möglich wäre.

Aber wieso ist das eigentlich so? Womit ist dieser offensichtliche Mangel an Individualität zu erklären? – Eine Idee kam mir bei Klamottenkauf, neudeutsch dem “shoppen”. Was für mich immer wieder eine nervliche Herausforderung darstellt, scheint für andere eine durchaus adequate Freizeitbeschäftigung zu sein. Man zieht in Grüppchen los, berät sich gegenseitig und welch Überraschung, zieht dann mit den gleichen Teilen los. Dazu kommt wahrscheinlich, dass das was man beim Freund oder frau bei der Freundin sieht, wahrscheinlich irgendwie den eigenen Wunsch weckt, etwas ähnlich tolles (wenn nicht genau das gleiche) zu besitzen. – Nun ja, und die Mode, die einem den gleichen uniformen Kleidungsstil aufzuzwängen versucht, indem egal in welchen Laden man auch geht, einem immer wieder die gleichen Klamotten vom Ständer entgegenzuspringen scheinen, trägt ihr übriges dazu bei…

Eine Frage stellt sich mir noch. War das früher auch schon so? – In meinem Kleidungsstil bin ich irgendwie jenseits der Mode hängengeblieben. Was ich daran merke, dass ich immer weniger passende Sachen finde und wenn dann nur das, was man als zeitlos modern bezeichnen würde. – Aber es gab durchaus eine Zeit, in der auch ich mich an meinen Freunden orientierte und auch dem einen oder anderen Markenhype hinterhergerannt bin. Sahen wir damals auch alle gleich aus? – Wenn dem so war, ist es mir damals jedenfalls nicht aufgefallen…

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Schweizer Wort der Woche

Aus aktuellem Anlass: Wann immer ich ein neues Schweizer Wort lerne, dass ich für berichtenswert halte, möchte ich dieses nun in dieser Kategorie tun. Für diese Woche hätten wir zunächst:

den Kapselheber

Dabei handelt es sich um einen Flaschenöffner, genauer, um einen für Kronkorken. Sogar Wikipedia behauptet, dass dies die korrekte Bezeichnung für den Öffner von mit Kronkorken verschlossenen Flaschen sei. Ich hab den Begriff aber so hier das erste mal gehört und deshalb ist der Kapselheber das erste Schweizer Wort der Woche.

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