Allgemein
Besuch von der Billag
Gestern hatten wir Besuch von der Billag, was die schweizer Version der GEZ ist. Gibt hier wohl genau die gleichen Hauskontrollen, wie in Deutschland, ich wurde auch gleich über meine Pflichten belehrt, usw… Interessant ist, dass hier Radio und Fernsehempfang getrennt zu bezahlen sind, zusammen macht das rund 25€ pro Monat. Damit währ das dann auch 30% teurer als in Deutschland…
– Zum Glück ist das hier nicht meine Wohnung, ich muss nur dran denken, mich auch anzumelden, wenn ich im Oktober umziehe. Mal recherchieren, was die Konsequenzen wären, falls ichs vergesse…
Wohnung in Aussicht
Gestern war ich auf Baustellentour in einem der Neubaugebiete von Schlieren, einer Vorstadt von Zürich. Wir (ca. 10 weitere Interessenten und ich) sind ca. eine Stunde lang dem Vermieter durch die verschiedenen Wohnungstypen im Rohbau hinterhergerannt. Hab mir auch schon vorab ne Wohnung ausgesucht, die mir gefallen würde und vorsichtshalber schon mal alle Unterlagen für die Bewerbung vorbereitet. Neben der üblichen Selbstauskunft, die man ja auch aus Deutschland kennt, muss man in der Schweiz auch immer eine Betreibungsauskunft beibringen, das ist in etwa das gleiche wie die Schufa-Auskunft in Deutschland, hier bekommt man das aber bei seiner Gemeinde. In Baden konnte ich den “Auszug aus dem Betreibungsregister” online bestellen und mir für ca. 15 Franken zusenden lassen. Die besagte Wohnung hat mir gefallen, also hab ich dem Vermieter die Unterlagen gleich dagelassen. Darüber hinaus informiert der sich jetzt noch bei meinem Arbeitgeber, ob ich mit meinen Gehaltsangaben übertrieben habe oder bereits auf der Abschussliste stehe oder was weiß ich… – Jedenfalls meint er, dass die Chancen bei Nahe 100% liegen, dass ich die Wohnung bekomme, die ich haben möchte. Einziger Haken, die ist erst zum 1. Oktober bezugsbereit. Naja, geh ich halt Patrick so lange noch aufn Sack…
Ein neuer Anfang
So, dies ist ein neuer Anfang in mehrerer Hinsicht: Jetzt hat es mich in die Schweiz verschlagen, im neuen Jahr fange ich hier einen neuen Job als, Überraschung, Softwareentwickler an. Die Wohnsitzverlegung verlief bis jetzt erstaunlich unproblematisch, gemessen an den Gedanken die ich mir im Vorfeld gemacht habe, war die Zollüberquerung mit all meinem Hab und Gut ein Kinderspiel. Selbst die fehlende Abmeldebescheinigung (im Voraus abmelden geht nicht, jedenfalls nicht in Berlin) war letztendlich kein Problem. Nun stehen ersteinmal die weiteren Behördengänge an, helfen werden mir dabei sicherlich die Tipps von hallo-schweiz.ch.
Eine normale Seitenstraße…
Gestern passiert: Ich parke mein Auto in Friedrichshain in einer Seitenstraße. Das ist ein ganz normales Auto und das war ne ganz normale Seitenstraße… Wie ich gerade gehen möchte, bemerke ich zwei Passanten, die auf einen Hauseingang in der Nähe zusteuern, und da meint der eine zu dem anderen: “Schau mal dort, der hat eine Deutschlandfahne am Auto! Gleich abfackeln das Scheißding, am besten abbrennen die Scheißkarre!”
Gut, ich habe (respektive hatte) eine Deutschlandfahne am Auto. Die hab ich mir während der EM zugelegt und gemeiner Weise nicht gleich nach dem Finale wieder abgemacht. Zu was macht mich das jetzt, dass man mir gleich mit dem Abbrennen meines Autos drohen muss?! – Jetzt mag mancher sagen, dass man sich ja ganz schnell durch Hissen der eigenen Fahne in eine Ecke mit den Nazis begeben könnte, was dann zu recht eine solche Reaktion hervorrufen kann. – Bullshit!! Man stelle sich die Situation einmal folgendermaßen vor: Jemand parkt sein Auto in einer ganz normalen Seitenstraße und hat eine türkische Fahne am Auto. Wenn dann ein Passant davon spricht, dass man deshalb die “Scheißkarre abbrennen” solle, ist das Geschrei gleich wieder – zurecht wie ich finde – groß. Wenn aber die gleichen Sprüche aus der linken Ecke kommen, dann ist das plötzlich verständlich?
Ich finde, diese Extremisten unterscheiden sich in keinster Weise, ob man jetzt nach links oder rechts schaut. Was ist aus dem guten alten “Leben und leben lassen” geworden? Das Grundgesetz sichert mir meine persönliche Entfaltung zu, solange ich gegen kein Gesetz verstoße und niemand anderen in seinen Persönlichkeitsrechten einschränke. Ich frage: Wie kann das Zeigen der eigenen Fahne die Persönlichkeitsrechte derer einschränken, die ja wohl freiwillig in diesem Land wohnen? Und gegen ein Gesetz verstößt das ja wohl auch nicht…
Das Fazit der Geschichte: Ich habe das Fähnchen entfernt, mein Auto umgeparkt und die ganz normale Seitenstraße in Friedrichshain der Liste der Orte in Berlin, die ich nach einer bestimmten Uhrzeit meiden werde, hinzugefügt. Bleibt nur zu hoffen, dass sich diese Radikalen nicht mein Kennzeichen gemerkt haben… – Armes Deutschland!
EM und Studium
Hmm… Ich muss leider feststellen, dass sich die Fußball-EM negativ auf den Fortschritt meines Studiums auswirkt. Keine Abgabetermine zu haben, ist hier definiv ein Nachteil. Ich freu mich schon fast auf die spielfreien Tage…
Auf gehts…
So, dann wolln wir mal! Nachdem ich mich jetzt eine Weile mit WordPress beschäftigt habe, starte ich meine ersten Versuche als Blogger. Die Installation ist geschafft, ich hab das ursprünglich englischsprachige Design auf Händen und Knien übersetzt und nun kanns eigentlich losgehen…
Zur Motivation des Ganzen: In erster Linie interessiert mich die Technik, so lerne ich quasi spielerisch für mich neue Technologien kennen. Meine Erkenntnisse, Erfolge und Fehlschläge werde ich dann hier festhalten! Zum Zweiten möchte ich die Fortschritte meines kürzlich begonnenen berufsbegleitenden Studiums dokumentieren, einerseits als zusäzliche Motivation für mich, aber auch, um mit anderen in Kontakt zu kommen, die ebenfalls neben dem Beruf studieren. Weiterhin werde ich hier die eine oder andere interessante Neuigkeit aus meinem Arbeitsleben zum Besten geben. Zu meinen Interessensgebieten werde ich dann später noch ausführlicher was schreiben…
Also in diesem Sinne: Auf gehts!

