Archiv für November 2010

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AAAHHHHHHHHHHHH!!!!!

Ver*fieeeeep*te Schhh*fieeeeeeeeeeeeeeeep*!!!!!!!!

Hertha verliert das erste mal zu Hause, und das völlig verdient. Diesmal hab ich mir 92 Minuten Fussball angetan, 92 Minuten in denen Hertha ganze drei mal in Richtung Tor geschossen hat und immerhin, ein Ball musste sogar gehalten werden. Und völlig egal, dass auch diesmal wieder ein reguläres Herthator zurückgepfiffen wurde, denn wenn es nach Torchancen ginge, hätte Duisburg 8:1 gewinnen müssen. Es ist nur der Unfähigkeit der Duisburger vor dem Tor zu verdanken, dass Hertha “nur” zwei Tore gefangen hat!

Das Schlimme ist, das liegt meiner Meinung nach nicht an den Einzelspielern. Alle sagen hinterher, es liege an der Einstellung, aber auch das glaube ich nicht. Da stimmt was nicht mit dem System! Es kann nicht angehen, dass man sich mit solchen Spielern in der ersten Halbzeit nicht eine einzige Torchance herausarbeitet und im gesamten Spiel gerade mal zwei Flanken schlägt! Das Spiel von Hertha ist dermassen ausrechenbar, dass absolut jede Zweitligamannschaft dagegen ein Mittel finden kann und auch wird, sollte sich an dieser Ausrechenbarkeit nichts ändern. Immer nur mit Dribbelkunst durch die Mitte und versuchen irgendwie in der 16er zu kommen, das reicht eben nicht. Ich erkenne keine eingeübten Spielzüge oder irgendwie abgestimmte Laufwege…

Also damit das mit dem Aufstieg auch was wird (und ich glaube da immernoch fest dran), muss die Hertha an ihrem Spiel was ändern, sich nicht nur auf die individuelle Klasse der eigenen Spieler verlassen und in Zufallsaktionen versuchen.  Stattdessen müssen die Spielzüge immer wieder trainiert werden, damit die Vorteile in der Balleroberung, die Hertha zweifelsohne hat, auch in Torchancen umgemünzt werden.

Was ich heute gesehen hab, war nicht erstligareif. Aber noch sind drei Spiele zu absolvieren, bis zur Winterpause. Drei Spiele auf die es ankommen wird…

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Schweizer Wort der Woche

Und hier wieder ein neues Schweizer Wort der Woche. Aus aktuellem Anlass diesmal:

Der Pneu

Damit ist diesseits der Grenze der Reifen gemeint. Ich hab mir nämlich Winterräder besorgt und meine Sommerräder (oder Sommerpneus) einlagern lassen. Und das natürlich standesgemäss bei Pneu-Egger.

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Strategiewechsel

Bezüglich meines Studiums hab ich mich zu einem Strategiewechsel entschieden. Bisher hab ich den Anspruch gehabt, die Studieneinheiten in chronologischer Reihenfolge eine nach der anderen abzuarbeiten. Mein Motto war: Ein Heft pro Woche.

Für diejenigen, die nicht wissen, wie so ein Fernstudium an der Wilhelm Büchner Hochschule aufgebaut ist: Das Studium ist in Leistunssemester geteilt, d.h. es gibt keine festen zeitlichen Semestergrenzen und keine vorgegebenen einzuhaltenen Klausurtermine. Jeder legt das Tempo seines Studiums also selbst fest und entscheidet in der Regel auch selbst, was er denn in Vorbereitung der abzulegenden Prüfungen an Einsendeaufgaben bearbeitet.

Und bisher wollte ich alle Hefte bearbeiten. Leider bin ich nach Feierabend mit einer eher lausigen Arbeitsmoral und einer dem Studium eher abträglichen unterentwickelten Fähigkeit zur Selbstmotivation ausgestattet.

Da ich dieses Diplom aber unbedingt haben möchte, versuch ich nun eine andere Vorgehensweise: Ich habe mir anhand der Prüfungsordnung herausgesucht, welche Prüfungsleistungen ich wofür und in welcher Reihenfolge ablegen muss. Und nun hab ich mich quasi selbst ins kalte Wasser geschmissen und habe mich einfach zu den entsprechenden Prüfunen in Pfungstadt angemeldet, unabhängig davon, dass ich vielleicht noch gar nicht den gesamten Stoff bearbeitet habe. Zu den Prüfungen werden durch die Hochschule immer auch vorbereitende Repititorien angeboten, die auch gezielt auf die Klausur vorbereiten sollen. Und da dachte ich mir: Einen Freischuss hast Du, probiers einfach mal.

Und was soll ich sagen, bisher geht alles wunderbar auf. Ich habe mittlerweile sechs Prüfungen abgelegt (wovon ich nur vier hatte machen wollen. Eine Matheprüfung hatte ich schon anerkannt bekommen und für eine BWL-Prüfung hab ich mich aus versehen angemeldet) und alle sind nach meinem Empfinden recht positiv verlaufen. Noch habe ich nicht alle Noten (in BWL hab ich übrigens ne 2.0 bekommen), aber ich denke zum Bestehen sollte es schon reichen.

Für die fehlenden drei Prüfungen zum Abschliessen des Vordiploms hab ich mich bereits angemeldet. Im Januar gehts das nächste mal nach Pfungstadt. Danach sollte ich endlich mit dem Hauptstudium anfangen können. Und hey, ich bin dann wieder voll im Zeitplan und sogar der Regelstudienzeit voraus! – Die Erkenntnis für den weiteren Lebensweg: Manchmal muss man sich auch mal selbst in den Arsch treten können…

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Osnabrück – Hertha

So, nu isses wieder soweit. Wahrscheinlich musste nur mal wieder einer auf meiner armen kleinen Fussballseele rumtrampeln, damit ich mich wieder aufraffe, hier was zu schreiben.

Das Spiel, dass ich heute gesehen hab, hat genau das erreicht. 93 Minuten lang hab ich elf kratzenden, spuckenden, Haare ziehen und beissenden Männchen in veillchenlila zugeschaut, die dem geneigten Zuschauer par excellence vorführten, was es denn heisst, unterklassig zu spielen. Dazu kommt die wenigstens genauso zweitklassige Schiedsrichterleistung, deren Krönung dann das Abseitstor der Osnabrücker zum 2:0 darstellte. Da mag sich unser WM-Schiedsrichter Wolfgang Stark gedacht haben, das ist Zweite Liga, da lass ich mal nen bischen mehr laufen. Und wenn ich zu früh Gelbe Karten gebe, dann steht vielleicht in der 60. Minute keiner mehr auf dem Platz. – Ja, ich will das mal so formulieren: Wär das ein Spiel in der Ersten Liga gewesen und hätte Osnabrück dort in einer ähnlichen Manier gespielt und gefoult, dann hätten am Ende höchstens noch acht Feldspieler den Schlusspfiff auf dem Platz erlebt.

Nun ja, Hertha ist jetzt nun mal endgültig in Liga Zwei angekommen. Und da darf man sich über solche Gegner und schlechte Schiedsrichterleistungen wohl nicht aufregen. – Moment, nein! Aufregen darf man sich, jawohl! – Aber wundern, wundern darf man sich nicht.

Und ja, Hertha hat heute wieder einmal nicht die Mittel finden können, gegen zwar technisch minderbegabte Spieler, die aber einmal mehr unbedingt gewinnen wollten und auch wirklich alles dafür taten. Hertha wird zwar andauernd als FC Bayern München der Zweiten Liga gehandelt, dafür fehlt aber noch einiges. Die bessere Mannschaft und vielleicht auch die fairere zu sein, reicht leider nicht. Fürs Schönspielen alleine gibts am Ende keine Punkte. Das was den FC Bayern in einer normalen Saison auszeichnet (ich klammer die aktuelle mal bewusst aus), das hat Hertha momentan noch nicht: Eben auch solche Gegner auseinanderspielen zu können, sich gegen jeden Widerstand Chancen herauszuarbeiten und die vorhandene Qualität dann auch in Tore und in Punkte umzuwandeln. Das geflügelte Wort vom Bayerndusel kommt halt nicht von ungefähr…

Aber ich bin zuversichtlich, dass Hertha sich hier noch steigern kann und wird. Die Heimspiele allein zu gewinnen wird nicht reichen. Und für alle anderen Vereine gegen die Hertha noch auswärts antreten muss, wird das wie heute das Spiel des Jahres sein. Man wird Hertha genauso wie heute alles entgegenwerfen und dabei auch oft zu Unerlaubtem greifen. Das haben zuletzt die Spiele von Paderborn und Osnabrück gezeigt. Und die zweite Erkenntnis der letzten Spiele: Hertha darf sich nicht darauf verlassen, von den Schiedsrichtern geschützt zu werden. Zur Not muss man eben auch gegen zwölf Mann bestehen…

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