Archiv für März 2010

Das wars…

Wie heißt es doch gleich? Die Hoffnung stirbt zuletzt? – Jetzt ist sie mausetot. Finito, Schluß, aus, vorbei… – Wenn es sowas wie einen Fußballgott gibt, dann ist das ein fieser, sadistischer Mistkerl!

Ich kann nicht mehr. Und ich verstehs auch nicht mehr. Ich hab auch keinen Bock mehr über das Spiel zu schimpfen, vertane Chancen, usw. Was nützt es sich über die zweite ungerechte Niederlage in Folge aufzuregen? – Oder daran zu verzweifeln?

Ich habe nach heute auch nich einen Funken Hoffnung mehr, dass Hertha den Abstieg noch irgendwie verhindern kann.

Nun heisst es für mich also, sich auf die Zweite Liga vorzubereiten. Ich hab ja diesen sündhaft teuren Pay-TV-Vertrag an der Backe. Werd ich also in Zukunft schön Zweite Liga gucken. Und vielleicht auch Formel 1. Oder Akte X auf italienisch…

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Straßenmemory

Heute waren wir in Zürich unterwegs. Beim Beobachten der (zumeist jüngeren) Menschen fiel mir etwas auf, dass ich auch schon in Berlin beobachtet habe: Befreundete oder zumindest irgendwie zusammengehörende Personen, die miteinander unterwegs sind, haben immer die gleiche Kleidung an. Nun gut, mal unterscheidet sich die Farbe der Schuhe oder der Hose, mal hat die Jacke ein anderes Muster, das Cappy ein anderes Logo. Aber im Großen und Ganzen handelt es sich immer um den selben Kleidungsstil. Das geht soweit, dass bei den meisten immer wenigstens ein Kleidungsstück genau das gleiche ist, die selbe Marke, selber Schnitt, usw…

Da kam mir der Gedanke, dass man daraus eigentlich ein Spiel machen könnte: Straßenmemory. Man könnte die Menschen auf der Straße mal ordentlich durchmischen und müsste dann die zusammengehörigen Personen einander zuordnen. Ich würde wetten, dass das bei weit über der Hälfte der Leute problemlos möglich wäre.

Aber wieso ist das eigentlich so? Womit ist dieser offensichtliche Mangel an Individualität zu erklären? – Eine Idee kam mir bei Klamottenkauf, neudeutsch dem “shoppen”. Was für mich immer wieder eine nervliche Herausforderung darstellt, scheint für andere eine durchaus adequate Freizeitbeschäftigung zu sein. Man zieht in Grüppchen los, berät sich gegenseitig und welch Überraschung, zieht dann mit den gleichen Teilen los. Dazu kommt wahrscheinlich, dass das was man beim Freund oder frau bei der Freundin sieht, wahrscheinlich irgendwie den eigenen Wunsch weckt, etwas ähnlich tolles (wenn nicht genau das gleiche) zu besitzen. – Nun ja, und die Mode, die einem den gleichen uniformen Kleidungsstil aufzuzwängen versucht, indem egal in welchen Laden man auch geht, einem immer wieder die gleichen Klamotten vom Ständer entgegenzuspringen scheinen, trägt ihr übriges dazu bei…

Eine Frage stellt sich mir noch. War das früher auch schon so? – In meinem Kleidungsstil bin ich irgendwie jenseits der Mode hängengeblieben. Was ich daran merke, dass ich immer weniger passende Sachen finde und wenn dann nur das, was man als zeitlos modern bezeichnen würde. – Aber es gab durchaus eine Zeit, in der auch ich mich an meinen Freunden orientierte und auch dem einen oder anderen Markenhype hinterhergerannt bin. Sahen wir damals auch alle gleich aus? – Wenn dem so war, ist es mir damals jedenfalls nicht aufgefallen…

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