Hertha gegen Favre

Jetzt wirds schmutzig. Warum hat sich Lucien Favre zu dieser unsäglichen Pressekonferenz hinreissen lassen? Sätze wie “Ich habe zu viele Kompromisse gemacht, Kompromisse sind Fehler. Man kann eine Mannschaft nicht mit den Ideen verschiedener Personen aufbauen” oder “Der Verein hat die Trennung von Dieter Hoeneß nicht verkraftet. Dieser Umstand hat meine Arbeit erschwert.” kann man wohl als vereinsschädigendes Verhalten ansehen. Jedenfalls sehen dies Arbeitsrechtsexperten so, die Hertha BSC mit der Prüfung von Favres Aussagen betraut hat. Die Konsequenz: Hertha kündigt seinem einstigen Vorzeigetrainer fristlos. Da ich mir nicht vorstellen kann, dass Lucien Favre und seine Berater diese Kündigung einspruchslos hinnehmen werden, muss wohl demnächst ein Arbeitsgericht in dem dann hoffentlich letzten Akt dieser Tragödie entscheiden.

Warum und wie konnte es eigentlich soweit kommen? Noch im Sommer wollte Hertha den Vertrag mit Favre und Gämperle bis 2013 vorzeitig verlängern. – Acht (teils unglückliche) Niederlagen in der Bundesliga, der Euro-League und dem DFB-Pokal später, trennt man sich erst “sportlich professionell” (O-Ton Michael Pretz) und nun zankt man sich wie in einem waschechten Rosenkrieg inklusive öffentlich gewaschener schmutziger Wäsche…

Ach hätte Lucien Favre doch diese Pressekonferenz (aus-)gelassen und sich in Würde und Stolz neuen Aufgaben zugewandt. Mein Favre-Standbild hätte sicher keinen Knacks bekommen…

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